Die Bergmännische Krippe

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Annaberger Weihnachtskrippe

Die Geschichte der Bergmännischen Krippe beginnt im Jahr 2000, als sich örtliche Kunstschaffende zusammenschlossen, um in einem bis dato einzigartigen Projekt die größte Weihnachtskrippe der Welt zu erschaffen. Obwohl das Vorhaben zahlreiche Skeptiker auf den Plan rief, gelang es, mehrere Zehntausend Euro an Spenden zu sammeln und die Krippe pünktlich zur Adventszeit 2015 fertigzustellen. Träger des Projektes ist die Stadt Annaberg-Buchholz. Die Finanzierung erfolgt jedoch ausschließlich über Sponsoren aus Firmen und Institutionen sowie engagierten Spendern aus der Bürgerschaft.

Was erwartet Besucher der Krippe?

Nachtwächter der Annaberger Weihnachtskrippe

Nachtwächter (Foto: Dirk Rückschloss)

Interessierte können die Krippe ab sofort in der knappschaftlichen Sonderkirche „St. Marien“ direkt am Annaberger Marktplatz bewundern. Die Krippe besteht aus 32 geschnitzten Figuren, die jeweils ungefähr 1,20 m groß sind. Neben der Größe der Krippe fasziniert vor allem die Charakteristik des Kunstwerks: Anders als bei den meisten Weihnachtskrippen handelt es sich bei der Annaberger Krippe um eine bergmännische Krippe. Die Heilige Familie und sämtliche Figuren der Krippe sind in eine bergmännische Szene des 19. Jahrhunderts eingebunden. Die Figuren erzählen die „Annaberger Weihnachtsgeschichte“, in der dem Betrachter das Leben und Schaffen der Bergleute, Bürger und Handwerker der Bergstadt präsent werden.

Bergbau und christlicher Glauben bilden in Annaberg eine Symbiose. Und so wirkt es keineswegs fremdartig, wenn hier nicht die drei Weisen aus dem Morgenland, sondern drei erzgebirgische Bergbeamte dem Jesuskind die Gaben überbringen. Zwei Berginvaliden zeugen vom harten Leben im Bergbau. Sogar Josef erscheint hier als Bergzimmerer. Auch die Bürger und Handwerker Annabergs fehlen nicht in dieser Darstellung: Es tauchen Schuster, Bäcker, der Nachtwächter und sogar Wirt und Bettler auf. Der Waldmann und die Klöpplerin, beide Vertreter typisch erzgebirgischer Berufsgruppen, stellen einen weiteren Bezug zur Region dar.

Wer steht hinter der Krippe?

Nachtwächter der Annaberger Krippe

Nachtwächter 2 (Foto: Dirk Rückschloss)

Gleich sechs Künstler der Künstlergruppe exponArt arbeiteten gemeinsam am Projekt der Bergmännischen Krippe. Neben dem geistigen Vater der Krippe, Holzbildhauer Dietmar Lang, leisteten Ronny Tschierske, Jesko Lange, Robby Schubert und Friedhelm Schelter ganze Arbeit, die Figuren künstlerisch umzusetzen. Der Maler Günter Kreher kolorierte die Krippenfiguren und ließ sie so lebendig wirken.

Wie geht es weiter?

Auch wenn die Krippe nach fünfzehn Jahren nun fertiggestellt und zu besichtigen ist, dürfen Fans der Krippe auf weitere Figuren hoffen. Das Projekt soll weiter wachsen und jährlich durch eine neue Figur ergänzt werden, die an einer markanten Stelle des Ortes den „Annaberger Krippenweg“ weist, der zur Bergkirche führt. Bereits in diesem Jahr können Bewohner und Besucher der Stadt die Figur des „Arztes“ am Eingang der „Manufaktur der Träume“ besichtigen. Stadtsprecher Matthias Förster kündigte an, dass die Holzbildhauer bereits ganze 45 Ideen für weitere Figuren gesammelt haben, die sie in den nächsten Jahren verwirklichen möchten.

Öffnungszeiten & Infos

Die Bergkirche St. Marien in Annaberg-Buchholz ist täglich von 11 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. Jährlich am 2. Advent findet um 16 Uhr eine Bergandacht statt, in der die neuen Figuren vorgestellt werden. Mögliche Änderungen der Öffnungszeiten werden unter www.annenkirche.de angekündigt.

Weitere Informationen zur Bergmännischen Krippe finden Sie hier.

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