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Welches Holz eignet sich zum Schnitzen

Holzschnitzer aus Gröden bevorzugen in der Regel drei Holzarten, das harte Ahornholz, das weiche Lindenholz und das ebenfalls weiche Zirbelholz. Während Ahorn und Linde zu den Laubholzarten zählen, ist die Zirbel ein Nadelholz.

Ahorn, Linde und Zirbel

Ahornholz zeichnet sich durch seine helle, cremeweiße Farbe aus und ist schwer zu schnitzen. Es gilt als eines der wertvollsten Edellaubhölzer und wird zur Herstellung von maximal 40 cm hohen Holzfiguren verwendet. Die von einem Pantographen vorgefertigten Rohlinge werden von Hand ausgearbeitet. Dabei können feinste Details besonders gut herausgearbeitet werden. Gleiches gilt im Übrigen auch für das weiche Lindenholz. Diese Laubholzart ist ein exzellentes Schnitzholz, das sich durch seine rosa-weiße bis hellgelbe Färbung und wenig Äste auszeichnet.

Das Holz der Zirbelkiefer ist ebenfalls weich, enthält im Gegensatz zur nahezu astfreien Linde aber viele Äste. Zirbelholz wächst in höheren Gebirgsregionen und zählt zu den Edelhölzern. Beim Schnitzen muss berücksichtigt werden, dass die gelbrötliche Färbung von Zirbenholz stark nachdunkelt. Darüber hinaus besitzt dieses Schnitzholz einen sehr eigenen aber angenehmen Duft.

Weitere geeignete Holzarten

Eichenholz

Ein weiteres, gutes Schnitzholz ist das Eichenholz. Diese dicht gewachsene Holzart besitzt einen engen Jahrringaufbau und ist ausgesprochen robust. Obwohl das Holz zu den Harthölzern zählt, ist es gut zu schnitzen. Allerdings benötigen die gefällten Stämme eine lange Trocknungszeit. Üblicherweise wird das Holz der Eiche aber eher als Furnierholz, Bau- oder Konstruktionsholz verwendet. Übrigens ist Eichenholz unter Wasser nahezu unbegrenzt haltbar. Amsterdam und Venedig wurden beispielsweise zum großen Teil auf im Wasser stehenden Eichenpfählen errichtet.

Lärchenholz

Das Holz der Lärche zählt zu den ältesten Nadelholzarten und zeichnet sich durch ein lebhaftes Holzbild aus. Um die hohe Reißneigung zu unterbinden, muss Lärchenholz vor der Weiterverarbeitung lange und sorgfältig trocknen. Außerdem ist das schwer entflammbare Lärchenholz gut zum sogenannten Flämmen geeignet. Hierbei wird die Holzmaserung mit Hilfe eines Bunsenbrenners speziell hervorgehoben. Das Holz eignet sich vor allem für den Außenbereich.

Ulmenholz

Einen besonders attraktiven Holzaufbau besitzt die Ulme. Die schokoladenbraune Maserung ist von diversen Stamm- und Stockaustrieben gezeichnet, was ein sehr lebhaftes Holzbild ergibt. Das zähe Ulmenholz wird vorzugsweise von modernen Schnitzern benutzt, die zur Herstellung ihrer Kunstwerke mit Motorsägen arbeiten. Darüber hinaus wird Ulmenholz für Werkzeugstiele oder Wagenräder verwendet.

Kastanienholz

Die Kastanie besitzt sehr gute Schnitzeigenschaften und ist ein blasses, leichtes Holz. Aufgrund seiner Wetterfestigkeit, wird Kastanienholz gern in Außenbereichen verwendet. Darüber hinaus zeigt das Holz eine attraktive Maserung und gilt als guter Teakholz-Ersatz.

Pappelholz

Ein beliebtes Schnitzholz liefert die Pappel. Das dicke Pappelholz besitzt einen Nasskern und muss vor der Verarbeitung lange trocknen. Danach beweist es sich als angenehm leicht. Dank seiner verwachsenen Jahresringe, ist Pappelholz sehr reißfest und gilt als "Laubholz mit Nadelholzeigenschaften". Das Holz der Pappel ist gut geeignet, um Skulpturen für den Innenbereich zu schnitzen. Allerdings zieht das eher unattraktive Holzbild eine spätere Bemalung nach sich.

Eibenholz

Die harzfreie Eibe zeichnet sich als exzellentes Drechslerholz mit prachtvoller Holzfarbe aus. Das schwere, harte Eibenholz besitzt eine intensive Verkernung mit engen Jahresringen. Darüber hinaus besitzt das Holz eine hohe Elastizität und ist gut zur Anfertigung von Bögen geeignet.

Olivenholz

Das Olivenholz ist ein sehr dekoratives Holz mit einem dunklen, gemaserten Kern. Die dominanten Farbtöne des Holzes sind Braun, Rot, Gelb und Grün. Das Holz des Olivenbaumes ist sehr hart und quillt bei Kontakt mit Wasser nicht auf. Das Holz lässt sich sehr gut maschinell drechseln oder mit der Hand schnitzen. Das Holz muss langsam und über einen langen Zeitraum trocknen, damit es später keine Risse bildet.

Mandelholz

Hart und schwer. Der Stamm wächst leicht verdreht und kann für Schnitzereien verwendet werden.

Feigenholz

Ist durchaus zum Schnitzen geeignet. Feigenholz wurde bevorzugt zum Schnitzen des kultischen Phallus verwendet.

Birkenholz

Das Birkenholz besitzt eine helle Färbung und besitzt eine schlöne, gleichmäßige Maserung. Es eignet sich gut zum Schitzen, allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass es schneller "brechen" kann, als andere Holzarten.

Birnenholz

Beim Holz des Birnenbaumes handelt es sich ebenfalls um ein recht hartes Holz, das gut zu schnitzen ist. Das Kernholz geht ins Rosa und besitzt eine gleichmäßgige Färbung.

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