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Fichtenholz

„Brotbaum der mitteleuropäischen Forstwirtschaft“ wird die Gemeine Fichte bisweilen genannt – ein Titel, der bereits einen Hinweis auf die große Bedeutung dieses weitverbreiteten Holzes gibt, das mit ganz besonderen Eigenschaften ausgestattet ist. In den Alpen und in den Mittelgebirgen ist die Gemeine Fichte der mit großem Abstand am weitesten verbreitete Baum. Im Westen Deutschlands liegt der Anteil der Fichte sogar bei rund 30 % der Gesamtwaldfläche.

Die Fichte

Der botanische Name des fälschlicherweise oft als "Rottanne" bezeichneten Nadelbaumes lautet "Gemeine Fichte" oder lateinisch "Picea abies". International kommen weitere Fichtenarten vor, die regional Verwendung finden. In Mitteleuropa ist nur die Gemeine Fichte heimisch.

Fichten können bis 300 Jahre alt und rund 50 Meter hoch werden. Die Baumkrone der Fichte läuft spitz nach oben zu, das Wurzelwerk reicht bei guten Bedingungen tief in den Boden und ist weit verzweigt. Auf wenig durchlüfteten Böden bildet die Fichte eine nur rund 20-30 Zentimeter tiefe Tellerwurzel, weshalb Fichten an ungünstigen Standorten besonders anfällig für Windwurf sind.

Anhand ihres rötlichen Stamms ist die immergrüne Fichte leicht zu erkennen. Der Stamm hat einen Durchmesser von rund einem Meter, selten kann er bis zu zweieinhalb Meter erreichen. Alle 3-6 Jahre bildet die Fichte Fichtenzapfen aus.

Fichten wachsen schnell und gedeihen auch auf Freiflächen. Sie haben ein großes Durchsetzungsvermögen gegenüber schnell wachsender Konkurrenzvegetation in Form von Gräsern, Farnen oder Beeren. Auch die verhältnismäßig große Schattentoleranz sorgt dafür, dass sich die Fichte an verschiedenen Standorten wohlfühlt. Bei der Wiederaufforstung verwüsteter Flächen spielt die Fichte eine entscheidende Rolle.

Wie sieht Fichtenholz aus?

Frisches Fichtenholz lässt sich sehr gut an seinem ausgeprägt harzigen Geruch erkennen. Es ist gleichmäßig hell, fast weiß oder gelblich-weiß. Äußerlich und in Bezug auf seine Eigenschaften ähnelt es dem Weißtannenholz. Lichteinfluss sorgt dafür, dass Fichte zu einem bräunlich-gelben Alterston nachdunkelt.

Die Jahrringe können bei der Fichte eng bis sehr breit und deutlich sichtbar voneinander abgesetzt sein. Der Längsschnitt zeigt die für Nadelholz typische Streifung. Harzkanäle und Astlöcher lassen sich meist deutlich erkennen. Im gehobelten Zustand besitzt Fichte einen matten Glanz. Kern- und Splintholz unterscheiden sich farblich nicht.

Fichtenholz MaserungDer Längsschnitt von Fichtenholz zeigt die für Nadelholz typische Streifung. Harzkanäle und Astlöcher lassen sich meist deutlich erkennen

Welche Eigenschaften besitzt Fichtenholz?

Fichtenholz ist eine sehr weiche, mittelschwere Holzart. Die mittlere Rohdichte beträgt 470 kg/m³, der Feuchtegehalt 12-15 Prozent. Je größer die Jahrringbreite, desto geringer wird die Dichte. Da mit der Dichte auch die mechanischen Eigenschaften abnehmen, wird als Bauschnittholz beispielsweise nur Holz mit einer Jahrringbreite zwischen 4 und 6 Millimetern zugelassen.

Generell gilt Fichte trotz einer geringen Dichte als Holzart mit sehr guten mechanischen Eigenschaften. Da unbehandeltes Fichtenholz schnell abgebaut wird, ist es besonders bei der Nutzung im Außenbereich wichtig, das Holz sorgfältig abzutrocknen und die Stirnseiten gut vor Wasser zu schützen. Auch ein chemischer Schutz ist möglich. Sehr positiv ist, dass Fichte nicht viel Wasser aufsaugt und daher gut vor Pilzbefall geschützt ist.

Fichte ist gleichzeitig leicht und elastisch. Deshalb ist das Holz besonders für die Verwendung im Baubereich geeignet. Fichtenholz schwindet mäßig und besitzt nach sorgfältiger Trocknung ein hervorragendes Stehvermögen. Ausschließlich qualitativ minderwertiges Fichtenholz mit starkem Drehwuchs fällt durch Verformungen auf.

Wie lässt sich Fichte bearbeiten?

FichtenwaldEin typischer Fichtenwald

Fichtenholz lässt sich dank seines geringen Gewichts, der Elastizität, seiner weichen Struktur und seiner Tragfähigkeit sowohl von Hand als auch maschinell sehr gut bearbeiten. Hierbei können nahezu alle Werkzeuge eingesetzt werden. Je weniger große Äste vorhanden sind, desto leichter ist die Bearbeitung. Fichte lässt sich sehr gut verkleben, auch in puncto Schraub- beziehungsweise Nagelfestigkeit kann Fichtenholz punkten.

Wofür wird Fichtenholz verwendet?

Fichtenholz wird sowohl als Baumaterial als auch zur Energiegewinnung genutzt. Im Handel wird Fichte als Rund- und Schnittholz, als Furnier und in Form verklebter Bauelemente angeboten. Dank seiner guten Verarbeitbarkeit und der hohen Verfügbarkeit ist es das in Europa am meisten verwendete Bau- und Konstruktionsholz. Fichte wird unter anderem für dachtragende Konstruktionen eingesetzt und kommt auch im Brücken- und Industriebau zum Einsatz.

Auch im Innenausbau ist Fichte das Material der Wahl: Von Einbaumöbeln über Deckenverkleidungen bis hin zu Einbausaunen wird vieles, was den Innenraum wohnlich macht, aus Fichtenholz hergestellt. Trotz der geringen Witterungsbeständigkeit wird Fichte auch im Außenbereich eingesetzt: Zäune, Fensterrahmen und Haustüren bestehen häufig aus Fichtenholz. In der Industrie ist Fichtenholz unentbehrlich: Paletten, Holzwerkstoffe und Papier bestehen zum Großteil aus der heimischen Fichte. Fichtenholz ist aber nicht nur als Massenware interessant. Gleichmäßig gewachsene und astfreie Fichte wird international im Instrumentenbau geschätzt.

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Wie pflegt man Fichtenholz richtig?

Wird Fichte im Innenbereich verwendet, kann es wie jedes andere Holz sehr gut mit Ölen, Beizen und Lacken behandelt werden. Nach der Art der Behandlung richtet sich schließlich auch die Pflege. Grundsätzlich sollte Holz stets mit einem trockenen Tuch abgerieben und der Kontakt mit Wasser vermieden werden. Fichte ist stark witterungsanfällig, weshalb es bei der Nutzung im Außenbereich dringend eines entsprechenden Schutzes bedarf. So sollte ein Gartenhaus aus Fichte möglichst nicht ungeschützt dem Wetter ausgesetzt werden. Mithilfe einer entsprechenden chemischen Behandlung ist es aber möglich, ein solches Gartenhäuschen viele Jahre lang in einem guten und attraktiven Zustand zu belassen.

Was kostet Fichtenholz?

Fichte ist in unterschiedlichen Qualitäten erhältlich, die Einfluss auf den Holzpreis haben. So wird Fichte nach der Sortierklasse, der Stärke des Schnittholzes, der Verarbeitung und der Herkunft unterschieden. Je nach Qualität kostet Fichtenschnittholz rund 350-550 Euro pro m³. Interessant ist, dass die Preise für aus Amerika importierte Fichte auf demselben Niveau liegen.

Wie gut eignet sich Fichte als Brennholz?

Fichte ist als Brennholz nur mäßig beliebt. Allerdings gibt es einige wichtige Details, die man kennen sollte, bevor man zu einem abschließenden Urteil über Fichtenbrennholz kommt. Grundsätzlich spielt Fichte im Bereich der energetischen Nutzung eine wichtige Rolle. Der Brennwert des Holzes liegt bei 4,5 kWh/kg. Ganz besonders oft wird Fichtenholz zu Holzpellets, Hackschnitzeln oder Briketts verarbeitet. Resthölzer aus der Industrie und der Forstwirtschaft werden für die Energie in Biomasseheizkraftwerken verwertet.

Fichtenholz FeuerFichtenholz ist durchaus als Brennholz geeignet

Wer knisternde Kaminfeuer liebt, sollte Fichte ebenfalls nicht verachten. Das stark harzhaltige Holz ist für einen intensiven Funkenflug und anheimelnde Knackgeräusche bim Abbrennen bekannt. Da Fichte im Kamin sehr schnell abbrennt, eignet es sich insbesondere als Anzündholz. Weitere Vorteile von Fichtenholz sind der günstige Preis und die kurze Lagerungsdauer. Schon ein Jahr Lagerung reicht aus, um Fichte hinreichend zu trocknen.

Wer rauchige Aromen liebt, kann Fichte auch zum Räuchern verwenden. Der weltberühmte Schwarzwälder Schinken wird traditionell über Fichtenholz geräuchert.

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