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Eschenholz

Eschenholz zählt zu den beliebtesten heimischen Nutzholzarten. Es gilt als Edellaubholz und begeistert mit einer attraktiven Optik, einer guten Verarbeitbarkeit sowie Eigenschaften, die von einem hohen Brennwert bis zu außergewöhnlicher Biegsamkeit reichen. Esche ist zurecht ein beliebtes Holz und es ist zu hoffen, dass sich der Eschenbestand in Europa bald erholen wird.

Die Gemeine Esche

Im Jahr 2001 wurde die Gemeine Esche zum "Baum des Jahres" gewählt. Sie ist eine von drei in Europa vorkommenden Eschenarten: Neben der Gemeinen Esche sind auf dem europäischen Kontinent auch die Manna-Esche und die Schmalblättrige Esche heimisch. Auch wenn der Name anderes suggeriert, zählt die Eberesche nicht zu den Eschen. Eschen gehören zur Familie der Ölbaumgewächse.

Die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior) kann bei guten Bedingungen bis rund 40 Meter hoch werden und zählt deshalb zu den höchsten Laubbäumen unseres Kontinents. Oft ist sie in Vergesellschaftung mit Buchen zu finden. Dort, wo die Konkurrenzkraft der Buche abnimmt, in feuchten Auwäldern oder auch auf trockenen Kalkböden beispielsweise, sind meist größere Eschenbestände vorhanden. Ihre maximale Wuchshöhe erreicht die Esche jedoch nur selten. Die meisten Exemplare werden nur 15 bis 20 Meter hoch. Nicht nur wegen ihres Holzes wird die Esche geschätzt. Sie spielt auch in der Mythologie eine wichtige Rolle: "Yggdrasil" – der in der Nordischen Mythologie vorkommende Weltenbaum, ist laut Edda eine Esche.

In der Naturheilkunde werden schon seit der Antike Teile der Esche als Medizin verwendet. Tee aus Eschenblättern gilt als harntreibend, auch bei der Behandlung von Gicht, Knochenbrüchen und Rheuma wurden Eschenöl, geriebene Rindenasche oder Blätter eingesetzt.

Seit den 1990er Jahren ist leider ein Eschensterben zu verzeichnen. Ursächlich für dieses Sterben, das sich von Polen aus auch nach Österreich und Deutschland ausbreitete, ist ein Schlauchpilz. Welke, abfallende Blätter und tote Flecken am Stamm oder an den Zweigen deuten auf einen Pilzbefall hin. Wissenschaftler sind bemüht, dem Eschensterben, das die Esche beispielsweise in Dänemark nahezu vollständig ausgerottet hat, unter anderem mit der Züchtung von pilzresistenten Eschen zu begegnen. Neben dem Schlauchpilz stellt auch der von Asien nach Europa kommende Asiatische Eschenprachtkäfer eine zunehmende Gefahr für die Esche dar.

Eschenholz: ein Edellaubholz mit besonderen Eigenschaften

Die bedeutendsten Laubnutzhölzer Mitteleuropas sind Buchen-, Eichen- und Eschenholz. Eschenholz kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn Elastizität und Festigkeit gefragt sind. Bei Biegeformteilen im Bootsbau, im Möbelbau und beim Bau von Sportgeräten machen sich Hersteller die besonderen Eigenschaften von Eschenholz zunutze.

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Wie sieht Eschenholz aus?

Eschenholz lässt sich anhand seiner Struktur, Farbe und Maserung leicht von anderen Holzarten unterscheiden. Esche ist meist hell, das Holz aus den äußeren Schichten besitzt einen leicht gelblichen Farbton. Das Kernholz ist mitunter dunkler.

Besonders attraktiv wirkt Eschenholz dank seiner Struktur: Charakteristisch ist eine marmorierte Zeichnung. Aus diesem Grund wird Esche gern bei der Herstellung von Furniermöbeln eingesetzt.

Maserung und Textur von EschenholzMaserung und Textur von Eschenholz

Eschenholz ist außerdem an den deutlich sichtbaren Jahresringen erkennbar. Querschnitte bringen gelegentlich mehrfarbige Streifen zum Vorschein. Jahresringe, die mehr als eineinhalb Millimeter auseinanderliegen, weisen auf eine hohe Qualität des Holzes hin: Es ist stabil und lässt sich vielseitig verwenden.

Was kostet Eschenholz?

Der Preis für Eschenholz richtet sich danach, ob "weißes" oder "braunes" Eschenholz angeboten wird. Auch eine eventuelle Thermobehandlung nimmt Einfluss auf den Holzpreis. Der Preis von Esche "braun" ist mit dem Preis von Buchenholz vergleichbar und liegt bei ca. 700-800 Euro pro Kubikmeter. Deutlich teurer ist Esche "weiß", für die rund 1000 bis 1200 Euro pro Kubikmeter verlangt werden. Thermobehandeltes Holz ist nochmal rund 50 Prozent teurer.

In manchen Regionen lohnt es sich, das Brennholz selbst zu machen und Esche direkt über die lokale Forstverwaltung zu beziehen. Die Preise liegen hier meist deutlich niedriger.

Welche besonderen Eigenschaften hat Eschenholz?

Lagerung von EschenholzLagerung von Eschenholz

Schwinden, Trocknung und Beständigkeit: Grundsätzlich ist Esche ein sehr zähes und hartes Holz, gleichwohl Qualität und Gewicht abhängig vom Herkunftsort stark schwanken. Das Holz schwindet mäßig. Fachleute empfehlen, Esche im Freien zu trocknen, da der Regen dazu beiträgt, die Gerbsäure auszuwaschen und somit die Qualität verbessert. Nach rund einem Jahr sollte das Holz dann unter einem Dach geschichtet werden.

Das Trocknungsgewicht von Eschenholz beträgt rund 670 kg/qm. Da Esche nicht sehr witterungsbeständig ist und Pilz- oder Insektenbefall häufig vorkommen, sollte Esche nur im Innenbereich eingesetzt oder durch eine entsprechende Behandlung geschützt werden.

Wie lässt sich Eschenholz bearbeiten?

Esche lässt sich sowohl maschinell als auch per Hand problemlos bearbeiten. So lässt sich Eschenholz sehr gut beizen und verleimen. Beim Hobeln der Oberfläche entsteht ein attraktiver, matter Glanz. Um Esche biegsam zu machen, wird das Holz gedämpft: Nach dieser Bearbeitung ist Eschenholz hervorragend formbar. Gegen Laugen und Säuren ist Esche sehr widerstandsfähig. Beim Bohren und Verschrauben von Esche sollte unbedingt vorgekörnt oder -gebohrt werden. Da Eschenholz eine starke Maserung besitzt, eignet sich diese Holzart nur eingeschränkt für filigrane Schnitzarbeiten. Bei der hier im Shop erhältlichen Fabel-Krippe unterstreicht die Maserung allerdings die besondere Optik der fantasievollen Krippenfiguren.

Für welche Verwendung eignet sich Eschenholz besonders gut?

Esche war wegen seiner Biegbarkeit lange Zeit vorwiegend als Spezialholz im Fahrzeug- sowie im Maschinenbau und der Wagnerei gefragt. Heute ist das Holz vor allem wegen seiner Vielseitigkeit, seinen hervorragenden Eigenschaften und seiner attraktiven Optik im Möbelbau und vielen anderen Bereichen beliebt.

Esche ist sehr biegsam und strapazierfähig – Eigenschaften, die das Holz ideal für den Einsatz als Parkett oder Dielen machen. Im Möbelbau eignet sich Esche als Furnier und zur Herstellung gebogener Sitz- und Liegemöbel. Auch Sportgeräte lassen sich sehr gut aus Esche fertigen; Skier oder Barren sind hier typische Einsatzbereiche. Darüber hinaus werden Musikinstrumente und Werkzeugteile häufig aus Eschenholz hergestellt.

Möbel aus EschenholzIm Möbelbau eignet sich Esche als Furnier und zur Herstellung gebogener Sitz- und Liegemöbel.

Neben allen Vorteilen hat Esche auch einen entscheidenden Nachteil: Das Holz eignet sich kaum für den Einsatz im Außenbereich. Esche verwittert schnell, kann bei Lichteinfall vergilben und ist anfällig für Pilz- beziehungsweise Insektenbefall. Eine Imprägnierung ist nicht hinreichend möglich.

Ist Eschenholz ein gutes Brennholz?

Viele Brennholzkunden meiden den Kauf von Esche als Brennholz. Der schlechte Ruf von Eschenholz als Brennholz basiert allerdings zu einem großen Teil auf Vorurteilen, die sich leicht widerlegen lassen. Wer Sorge hat, dass sich Esche als langfaserige Holzart schlecht spalten lässt, sollte frisches Eschenholz verwenden. Mit einem Brennwert von rund 1945 kWh/Rm spielt die Esche in derselben Liga wie Eiche oder Buche. Besonders wegen des schönen Flammenbilds und des Abbrennens ohne Funkenflug lohnt es sich, Eschenholz als Kaminholz zu verwenden. Sorge davor, sich mit der Esche kleine Käfer ins Haus zu holen, ist nicht nötig: Außer, dass Larven und Käfer des Eschenbastkäfers Staub bzw. staubiges Bohrmehl produzieren und die Optik des Holzes beeinträchtigen, verursacht ein eventueller Befall keinen Schaden. Die Tiere leben ausschließlich in der inneren Rinde und fressen sich nicht in Holz hinein. Seit einigen Jahren wird Esche verstärkt als Brennholz angeboten – das Ausprobieren lohnt sich!

Wie pflegt man Eschenholz richtig?

Eschenholz sollte wie alle Echtholzarten möglichst ohne Wasser gereinigt werden. In der Regel genügt es, die Oberfläche mit einem fusselfreien Tuch aus Baumwolle oder Mikrofaser abzuwischen. In der Regel werden Möbel und Gebrauchsgegenstände aus Esche bereits bei der Herstellung gewachst oder geölt. Eine Nachbehandlung in Eigenregie ist aber ebenfalls möglich.

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