Eichenholz

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Eiche

Die Eiche (lateinischer Name: Quercus) wächst als Laubbaum in Europa, Nordamerika und Asien. Sie gehört zur Familie der Buchengewächse und kommt in europäischen Breiten als Traubeneiche (Wintereiche) und Stieleiche (Sommereiche) vor. Im Osten der USA ist die Roteiche zu finden, deren Holz jedoch weniger gut strukturiert und dadurch auch weniger wert ist. Die in Spanien und Portugal anzutreffende Korkeiche wird zur Herstellung von Flaschenkorken und zur Dämmung verwendet. Die Holzindustrie bevorzugt das Holz der Trauben- und der Stieleiche wegen seiner dauerhaften Wetterbeständigkeit und schönen Optik.

Eigenschaften von Eichenholz

Eichenholz besitzt einen schmalen, gelblich-weißen Splint und ein Kernholz, dessen Farbe von hell- bis dunkelbraun reicht. Die Maserung präsentiert sich mit gleichmäßiger Struktur, wobei die Jahresringe gut zu erkennen sind. Im Gegensatz zum wetterbeständigen Kernholz, ist das Splintholz nicht zur Verarbeitung geeignet. Die mittlere Rohdichte beträgt 0,65 g/cm³. Mit seiner Härte und außerordentlichen Resistenz gegenüber Umwelteinflüssen ist Eichenholz sehr wertvoll. Sowohl in der Erde als auch unter Wasser ist das Holz extrem dauerhaft und verzieht sich kaum. Bestes Beispiel ist die niederländische Stadt Amsterdam, in der sowohl der Bahnhof als auch alle Häuser entlang der historischen Grachten komplett auf Eichenpfählen errichtet wurden. Da Eichenholz Gerbsäure enthält, oxidieren eingearbeitete Metalle rasch. Schrauben und Nägel rosten schneller, was zu Holzverfärbungen führen kann.

Verarbeitung

Das Holz der Eiche lässt sich hervorragend bearbeiten und ganz nach Belieben drechseln, fräsen, hobeln, sägen oder schleifen. Dabei erweist sich gedämpftes Eichenholz allerdings als weicher und damit biegsamer. Zur zusätzlichen Verschönerung des optischen Erscheinungsbildes, kann das Holz problemlos gebeizt, lasiert oder lackiert werden. Eine Schutzbehandlung für den Außeneinsatz ist aufgrund der Witterungsbeständigkeit des Eichenholzes nicht notwendig.

Verwendung

Eichenholz gehört zu den hochwertigen Hölzern und wird im Innenausbau gern für Vertäfelungen und robuste Bodenbeläge verwendet. Die Baubranche setzt Eichenholz im Hausbau ein. Bestes Beispiel sind Dachstühle oder Fachwerkhäuser, deren Balken viele Jahrhunderte überdauern können. Wegen seiner Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit, wird Eichenholz im Fassbau zur Herstellung von Bier-, Sherry-, Wein- und Whiskyfässern benötigt. Zusätzlicher Vorteil ist das besondere Aroma, das während der Lagerung im Eichenholzfass entsteht. Darüber hinaus besitzt Eichenholz eine schöne, dekorative Oberfläche. Daher wird das Holz der Eiche auch beim Bau edler Massivholzmöbel bevorzugt. Als historischer Abstecher sei an dieser Stelle erwähnt, dass das widerstandsfähige Eichenholz in früheren Zeiten unabdingbar für den Schiffbau war.

Tipps zur Pflege

Da Eichenholz ausgesprochen wetterbeständig und robust ist, bedarf es keiner besonderen Pflege. Schutzanstriche im Garten oder auf der Terrasse sind im Grunde unnötig. Zur gelegentlichen Reinigung kann jedoch ein spezielles Holzöl verwendet werden.

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