Überlebensgroße Weihnachtskrippe

Veröffentlicht am in der Kategorie Krippen .

Krippe in St. Christina

Ihren größten Zauber entfaltet die überlebensgroße Weihnachtskrippe von St. Christina während der Advents- und Weihnachtszeit. Wenn die Schneeflocken sanft vom Himmel fallen und das Grödental in ein weißes Kleid tauchen, dann ist die Stimmung am Krippenstall besonders andächtig. Jeder Betrachter versinkt in der dargestellten Historie und fühlt sich unmittelbar in den Bann der liebevoll von Hand geschnitzten Holzfiguren gezogen. Doch wie kam es eigentlich zur Entstehung der lebensgroßen Krippenfiguren?

Über die Entstehung der lebensgroßen Krippe

Im Jahr 1988 setzte sich eine Gruppe von Holzschnitzern zusammen, um über die Zukunft und die bessere Vermarktung der Holzschnitzkunst von Gröden zu beraten. Gesucht wurde ein gemeinschaftliches Projekt, bei dem jeder der insgesamt 18 Mitglieder sein besonderes Talent würde einbringen können. Gleichzeitig wollte man die Jugend auf sich aufmerksam machen, um für Nachwuchskräfte zu sorgen. Rasch arbeiteten die Holzschnitzer an der Idee, gemeinsam eine überlebensgroße Krippe zu schaffen. Man einigte sich darauf, in jedem Jahr eine neue Holzfigur entstehen zu lassen.

Als Erstlingswerk wurde von 1988 bis 1989 an einer wunderschönen Mutter Maria mit Jesuskind gearbeitet. Gerade rechtzeitig zum Weihnachtsfest 1989 konnte sie den Grödnern vor der Kirche von St. Christina vorgestellt werden. Das Krippenprojekt wurde mit viel Lob und Anerkennung belohnt. Bis heute sind mit dem Heiligen Josef, Kaspar und Melchior als zweien der Heiligen Drei Könige, dem Verkündigungsengel, einem Hirten, drei Schafen und dem Esel bereits einige weitere bedeutende Krippenfiguren hinzugekommen. Besonders schön ist, dass man den Holzschnitzern bei der Arbeit an der jeweiligen Jahresfigur zusehen kann. Sei es in den Werkstätten oder bei Vorführungen unter freiem Himmel.

Im Jahr 2000 konnten sich die beteiligten Holzschnitzer, Bildhauer und Fassmaler einen besonderen Wunsch erfüllen. Am Sportcenter Iman im Dorfzentrum von St. Christina erhielten sie einen Platz und zimmerten einen Stall mit den beachtlichen Abmessungen von 12 x 6 x 5,5 Metern. Schon am 13. August 2000 hielten die überlebensgroßen Krippenfiguren in einer feierlichen Zeremonie ihren Einzug. Seitdem kann die Krippe von St. Christina ganzjährig bewundert werden und schlägt die Besucher immer wieder in ihren Bann.

Die Krippe wird erweitert

Mit Beginn der alljährlichen Adventszeit gibt es in St. Christina Gröden ein besonderes Ereignis, das nicht nur die daran beteiligten Holzschnitzer sondern alle Bewohner des Grödentals begeistert und mit Stolz erfüllt. Zu diesem Zeitpunkt wird nämlich die lebensgroße Krippe am Sportcenter Iman um ein weiteres Stück ergänzt. In diesem Jahr wird ein mächtiger handgeschnitzter Ochse in den großen Stall einziehen und seinen Platz neben dem bereits vorhandenen Esel einnehmen.

Mit ihrer überlebensgroßen Krippe haben die Holzschnitzkünstler des Grödentals einen bedeutenden Beitrag für den Bekanntheitsgrad ihres Handwerks geleistet. Zu Recht gilt die von Hand geschnitzte Krippe zu einer der größten der Welt.

Doch auch in sozialer und kultureller Hinsicht ist das Krippenprojekt von St. Christina von Bedeutung. Es führt zu einem intensiven Gedankenaustausch der Handwerker und Künstler, die bei ihren regelmäßigen Treffen nämlich auch den zwischenmenschlichen Zusammenhalt sowie den Gemeinschaftssinn pflegen.

Weitere sehr große Krippeninstallationen

Übrigens gibt es auch außerhalb des Grödentals noch einige große, sehenswerte Krippeninstallationen. Dazu gehört beispielsweise die Diorama Bethlehem im schweizerischen Einsiedeln, die mehr als 450 Figuren umfasst und auf einer 80 m² großen, halbrunden Landschaft aufgebaut ist.

In Scheiderwald im deutschen Sauerland befindet sich ein 25.000 m² großes Gelände, das in eine begehbare Krippenszenerie verwandelt wurde.

Das im rheinland-pfälzischen Waldbreitbach entstandene Krippendorf umfasst inzwischen über 1700 Exponate, besitzt eine Höhe von 7,5 m und eine Grundfläche von 92 m².

In Spanien gibt es innovative Konzepte mit lebensgroßen, sich teilweise bewegenden Figuren und diversen Spezialeffekten. Dazu gehört auch die sehenswerte Krippenszenerie „Belén“ auf der Plaza Mayor in Madrid.

Schreiben Sie einen Kommentar

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>